Das Ende.

Man möchte es nicht glauben, aber die Geschichte ging völlig unspektakulär zu Ende!

Bereits am darauffolgenden Dienstag, den 24.2. (also wesentlich früher als vor Fristende) fand ich einen Umschlag in meinem Postkasten, der den corpus delicti enthielt. Vom Verkäufer hörte ich kein Wort mehr. Ich musste schon breit grinsen als ich den Adressaufkleber sah.



Wie angedroht, wollte mir der Käufer die Portokosten für die Rücksendung aufbrummen. Offenbar hat ihm dann ein freundlicher Postbeamter erklärt, was "Nachnahme" eigentlich bedeutet. Auf dem Briefumschlag befand sich dann doch eine gewöhnliche 1,45er Briefmarke, die ich nicht bezahlen musste und nach deren Rückerstattung auch nie gebeten wurde.

Richtig niedlich fand ich, dass der Käufer seinen Namen und seine Adresse abgekürzt hat, um sie dadurch vermutlich zu verheimlichen. Aber an welche Adresse habe ich dann noch gleich den ersteigerten Artikel geschickt? Ach ja! An M.S. im V.Ring!

So ging die Sache halbwegs friedlich über die Bühne und bislang sind auch noch keine Spätfolgen eingetreten. Ärgerlich ist nur, dass die Software für mich durch diese Geschichte vollkommen wertlos wurde. Nach dem Theater hätte ich das Windows ohnehin nicht mehr einstellen wollen, aber wenn doch, wie hätte ich garantieren können, dass der unzufriedene Käufer nicht längst eine Raubkopie davon angefertigt hatte und das System doch benutzt? Also blieb ich darauf sitzen und war somit in gewissem Sinne doch der Angeschmierte.
Trotzdem: viel heiße Luft und einige schlaflose Nächte. Am Ende passierte nichts. Meine Entschädigung ist diese kleine Website, die hoffentlich viele Menschen lesen werden.

Viel Spaß mit meinem Fazit und tragt eure Meinungen zu diesem Fall in das Gästebuch ein. Ich freue mich über viele Zuschriften!